Camping: Wie gut sind günstige Zelte für Familien? | Markt | NDR
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Camping: Wie gut sind günstige Zelte für Familien? | Markt | NDR


Bei Schmuddelwetter campen? Kein Problem für Boris Braun
und Tanja Voigt. Sie gehen seit Jahren zelten. Wir haben häufiger
im Regen aufgebaut als bei Sonne. Ihre Kinder sind allein im Urlaub. Aber Levin hat Lust beim Test
von drei Familienzelten zuzugucken. Von Lidl das Santiago 5. Aus dem Internet
das CampFeuer-Campingzelt. Und das aufblasbare Zelt
Fresh and Black von Decathlon. Ein Campingplatz an der Elbe. Die beiden schätzen,
wie lange der Aufbau dauern wird. Ach, das ist so ‘n Tunnel. Viertelstunde, 20 Minuten. Ob es so schnell geht? Simone Fenneberg von den Pfadfindern
Hamburg soll die Zeit stoppen. Hallo. Hi. Hallo. Los geht’s. Den Anfang mach das Lidl-Zelt. Und? 18 Minuten. Cool. Passt. Super. Die Zeit ist perfekt, nur die Stangen
haben Probleme gemacht. Schiebt man die
durch den Tunnel durch, blockiert das
und verhakt sich im Stoff. Boris ist ein Fehler aufgefallen. Der Schnurspanner
ist falsch montiert. Das ist nicht gravierend,
das kann man beheben. Aber das sollte von Haus aus
richtig montiert sein. Zum Zelt heißt es: So müsste es aussehen. Jetzt das zweite Zelt. Sieht vom Bild her
ein bisschen hochwertiger aus. Hoffentlich flutscht das Gestänge
besser durch. Auch 20 Minuten.
Ich bin bei 15 Minuten. Auf die Plätze, fertig, los. Auf den ersten Blick
wirkt das Zelt komplexer, lässt sich aber trotzdem
schnell aufbauen. In der gleichen Zeit –
gut 18 Minuten. Ich fand die Tunnel einfacher,
wenn man es einmal hatte. Vom Reinflutschen her
fand ich das auch. Wenn wir da eingespielt sind, kann man das
in 10 Minuten aufstellen. Das letzte Zelt soll man
mit dieser Luftpumpe aufblasen. Ein Zelt ohne Stangen. Die Bögen werden einfach aufgepumpt. Steht, oder? Rekord – nur 14 Minuten
hat’s gedauert. Erst mal ist es schwierig,
weil ich das noch nie gemacht habe, aber das ist simpel. Was ist noch wichtig
bei neuen Zelten? Der Geruch. Die Nasenprobe. Es riecht so,
wie neue Teile riechen. Nach Plastik, Weichmacher. Wie neue Turnschuhe,
aber nicht schlimm. Zum Lidl-Zelt heißt es: Und fällt beim Zelt
aus dem Internet was auf? Definitiv wie … … ein Zelt halt riechen muss –
cool nach Zelten. Und das Zelt von Decathlon? Es riecht noch neu,
aber das verfliegt. Für den nächsten Test
hilft die Natur. Hamburger Wetter –
es fängt an zu regnen. Gute Bedingungen
für die Kategorie “wasserdicht”. Diese Säule verrät es. Das Lidl-Zelt
hält mit 4000 mm gut dicht. Alle Hersteller haben ihre Zelte
mit Wasserdruck geprüft und daraus die Wassersäule berechnet. Bei 1500 mm eignet sich das Zelt eher
für seltenen und kurzen Gebrauch, ab 3000 mm kann man
bei jedem Wetter zelten. Das Zelt von CS-Trading
soll sogar 5000 mm aushalten. Wir helfen dem Regen nach. Doch dann: Hier bilden sich schon
leichte Wasserflecken. Hier ist es schon durchfeuchtet. Keine Katastrophe,
aber kein Topmaterial. Ist das mangelhafte Qualität? Nein. Diese Flecken
bleiben in der Außenhaut. Weil das Zelt von innen
beschichtet ist, tropft nichts durch. Der Hersteller schreibt dennoch: Fehlt noch das Zelt von Decathlon. Mich überzeugt das Außenmaterial. Er erinnert mich an eine Segeljacke. Zu dem habe ich Vertrauen. Das Zelt hat
die geringste Wassersäule. Nach DIN-Norm sei es damit
wasserdicht, so der Hersteller. Aber das Vordach ist zu kurz –
es regnet rein. Das habe man erkannt: Zuletzt die Raumaufteilung. In allen Zelten
lässt es sich gut aushalten. Pluspunkt bei Decathlon:
eine zappendustere Schlafkammer. Zum Ausschlafen im Sommer
gut geeignet. Das Fazit: Alle Hersteller
sollen sich zusammentun, damit man im Regen feststellt: Ein Vordach hat Vorzüge –
hier regnet es rein. Mein Favorit ist Zelt Nummer 3. Das finde ich spacig
mit den Aufpuste-Stangen, hochwertiges Material,
dunkle Schlafkammer. (Simone) Mein Favorit ist Zelt 2. Zelt 1 hat ein paar Mängel mehr. Zelt 3 ist zu hightech für mich. Der nächste Zelturlaub
kann also kommen. Dafür eignen sich alle drei Zelte.

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